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Galvez Braatz FelipeDrei Jahre nach dem bitteren Abstieg unter Trainer Razvan Munteanu wollen die Metropol Baskets Ruhr in die Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) zurückkehren. Insgesamt 16 Bewerber streiten sich um fünf freie Plätze in der NBBL. Das Kooperationsteam von ETB SW Essen und Citybasket Recklinghausen spielt seine Vorrunde am kommenden Wochenende in Bremerhaven. Die dort erzielten Ergebnisse werden mit in die zweite Qualifikationsrunde am 17./18. Juni (Ort offen) genommen, wo weitere drei Partien ausgetragen werden. Die besten zwei U19-Teams stehen dann in der NBBL, der Drittplatzierte spielt eine weitere Woche später an neutralem Ort den letzten freien NBBL-Platz gegen den Qualifikationsdritten aus dem Süden Deutschlands aus.

In „Fishtown“ – wie die Bremerhavener ihre Stadt selbst nennen – treffen die Metropol Baskets Ruhr am Samstag um 18 Uhr im zweiten Spiel der Vorrundengruppe A auf die Düsseldorf Giants. In der Vorbereitung hatten sich die beiden Westvereine bereits zweimal in Freundschaft miteinander gemessen, beide Male ging Metropol knapp als Sieger vom Feld. Doch personell hat sich seitdem auf beiden Seiten einiges getan. Für Düsseldorf wie für Metropol wird diese Partie das Schlüsselspiel des Wochenendes sein, zumal das Ergebnis voraussichtlich mit ins zweite Wochenende genommen wird.

Am Sonntag bestreitet die Ruhrgebiets-Auswahl mit Spielern aus Essen, Recklinghausen, Dorsten, Velbert, Herten, Gelsenkirchen, Dortmund, Duisburg, Goch und Mettmann dann das erste und das letzte Spiel des Tages. Bereits um 9 Uhr ist Gastgeber Bremerhaven um Ausnahmespieler Bo Meister der Gegner. Bremerhaven eröffnet das Turnier am Samstag gegen den UBC Münster, wird aber auch bei verpasster Qualifikation in der NBBL antreten – alle Erstligisten aus der BBL müssen ein NBBL-Team stellen, sich zur Not über eine Wildcard in die Liga kaufen. Am Sonntag um 15.15 Uhr geht es für die Schützlinge von Philipp Stachula und Johannes Hülsmann im letzten Vorrundenspiel gegen die U19 vom UBC Münster. Das Team von Frank Müller ist frisch gebackener DBB-Pokalsieger, überragender Akteur ist Tim Kosel. Den kennen die Metropol Baskets noch aus der JBBL, als es immer zu engen Spielen beider Teams kam. Ihr Testspiel in Münster konnten die Metropol Baskets vor drei Wochen gewinnen, aber auch das ist inzwischen ein Muster ohne Wert.

In der NBBL-Qualifikation wird – um die Belastung für die Jugendlichen ertragbar zu halten – über 4x8 Minuten gespielt, mit vier persönlichen Fouls scheiden Spieler aus. Diese Variante haben die Metropol Baskets zuletzt beim Turnier im französischen Dechy getestet. Drei Niederlagen in Bremerhaven bedeuten das sofortige Aus in der NBBL-Qualifikation. Die besten drei Teams erreichen die nächste Runde, um dessen Austragung am 17./18.6. sich auch die Metropol Baskets Ruhr beworben haben. Für diese Runde qualifizieren sich neben den drei besten Teams aus Bremerhaven auch die drei besten der Vorrundengruppe A, die zeitgleich in Hamburg gespielt wird. Gegner dort sind die Hamburg Sharks, Itzehoe Eagles, TK Hannover und der Nachwuchs vom BBL-Aufsteiger Oettinger Rockets Gotha.

Philipp Stachula und Johannes Hülsmann werden 14 von aktuell 18 Spielern für das Turnier in Bremerhaven nominieren. „Wir haben uns intensiv auf die Qualifikation vorbereitet. Wir kennen unsere Gegner und sind bereit“, so Stachula, der jüngst die U16 der Metropol Baskets Ruhr in der JBBL bis ins Achtelfinale geführt hatte und dort am späteren Deutschen Meister Alba Berlin gescheitert war. Den Kern der Metropol-Mannschaft bilden jene Spieler, die vor einem Jahr mit dem JBBL-Team bis ins Top4-Turnier eingezogen waren und in Ulm Bronze bei den Deutschen Meisterschaften gewonnen hatten. Aber auch eine Reihe starker Spieler des Altjahrgangs 1999 steht im Aufgebot, nicht zuletzt die Center-Riege mit Kilian Stahlhut, Jason Isanza und Lutz Walhöfer. „Wir wollen in die NBBL, dafür werden wir alles geben“, sagt Metropol-Kapitän Kilian Stahlhut. Ab Samstag gilt es.