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20161030 jbbl metropol duesseldorf d unverferth 03 hornscheidt wierigIn der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) beginnen an diesem Wochenende die Playoffs. Die besten 16 Mannschaften Deutschlands im U16-Jahrgang kämpfen um die Chance zur Top4-Teilnahme Ende Mai in Frankfurt am Main. Die Metropol Baskets Ruhr, Kooperationsteam von Citybasket Recklinghausen und  ETB SW Essen, gehen dabei als Außenseiter in ihr Achtelfinale gegen den Nachwuchs von Alba Berlin. Spiel 1 in der Serie „best of three“ wird am Sonntag (2.4.) um 12 Uhr in der Nebenhalle A der großen Max-Schmeling-Halle im Stadtteil Prenzlauer Berg angepfiffen. Spiel 2 steigt am 9. April (13.30 Uhr) in der Vestischen Arena Recklinghausen. Steht es dann nach Siegen 1:1, ginge es am 23. April in das Entscheidungsspiel in Berlin.

Den Heimvorteil in der Achtelfinalserie hat sich Alba Berlin mit Platz 1 in der Hauptrundengruppe 2 erarbeitet. Die Metropol Baskets hingegen sicherten sich erst am letzten Spieltag mit dem Auswärtssieg in Oldenburg Platz 4 der Hauptrundengrupp 1 und den damit verbundenen Playoff-Einzug. Deshalb lastet die Favoritenbürde ganz klar auf den Berlinern. Alles andere als ein Weiterkommen gegen die Ruhrgebiets-Auswahl wäre eine riesengroße Enttäuschung im erfolgsverwöhnten Berlin. Die Bundeshauptstdt stellt mit Alba, TuS Lichterfelde, Higherlevel Berlin und dem RSV Stahnsdorf gleich vier Achtelfinal-Teilnehmer. Ganz Nordrhein-Westfalen ist gerade einmal durch Düsseldorf, Leverkusen und eben die Metropol Baskets Ruhr im Achtelfinale vertreten. Noch schlimmer ist es um Norddeutschland bestellt – einzig die Rasta Young Dragons aus Vechta und Quakenbrück stehen unter den letzten 16.

Die Metropol Baskets gehen aber mit gehöriger Playoff-Erfahrung in die Serie. Vor einem Jahr, als es für die Essen-Recklinghäuser Kombination bis zur Bronzemedaille beim Top4-Turnier in Ulm ging,  war  Metropol als Hauptrundenerster der hohe Favorit. Im Achtelfinale stand man gegen Stahnsdorf in beiden Spielen am Rande einer Niederlage, rettete sich in Berlin erst in letzter Sekunde zum Sieg. Und im Viertelfinale waren die Metropol Baskets gegen Gotha nach einer Heimniederlage schon „mausetot“, ehe in Gotha vor 1200 Zuschauern mit einem Sieg nach Verlängerung ein drittes Spiel erzwungen wurde, das Metropol dann zu Hause in den Schlussminuten gewann.

Der Spieler, der Spiel drei gegen Gotha fast im Alleingang drehte, ist auch am Sonntag wieder dabei: Aufbauspieler Till Hornscheidt. Mit 448 erzielten Punkten und einem Durchschnitt von 28,0 Punkten pro Spiel ist der 16-Jährige der alles überragende Scorer der JBBL. Deutschlandweit gibt es keinen besseren Punktesammler. Aber der Velberter Junge, der für die ETB wohnbau Baskets Essen auch schon ProA-Luft geschnuppert hat, wird die Achtelfinal-Last nicht alleine tragen können. Vielmehr wird es darauf ankommen, dass seine elf Mitspieler ihr ganzes Können in die Wagschale werfen. Gut, dass drei von ihnen schon wissen, wie man auswärts bei Alba Berlin gewinnt: Lennard Kaprolat, Jonas Thiehoff und Malte Thimm waren im August 2015 mit von der Partie, als die Metropol Baskets Ruhr ein Testspiel bei Alba Berlin mit 84:80 gewannen – trotz 39:52-Rückstandes zur Halbzeit. Auch damals war Pit Lüschper (Recklinghausen) Co-Trainer der Mannschaft.

Headcoach Philipp Stachula und Pit Lüschper bereiten ihre Mannschaft mit Akribie auf das so wichtige erste Spiel im Achtelfinale vor. „Wir haben uns nicht bis ins Achtelfinale gekämpft, um hier auszuscheiden. Wir werden um jeden Zentimeter und um jeden Ball fighten, um eine Chance aufs Viertelfinale zu besitzen“, sagt Metropol-Coach Stachula. Der Trainer-Rookie hat schon jetzt mit seinem Team eine großartige Saison gespielt. Entsprechend professionell laufen auch die Vorbereitungen. Nach dem Abschlusstraining am Samstag in Recklinghausen isst der komplette Metropol-Kader zu Mittag, mit 19 Spielern geht es noch am Samstag in die Bundeshauptstadt. Wenn es am Sonntag um 12 Uhr losgeht, wollen die Metropol-Jungs ausgeschlafen sein. Das wird auch notwendig sein: Acht Jung-Albatrosse haben einen Punkteschnitt von über 9 Punkten pro Spiel. Alba kassierte in der Saison erst eine Niederlage gegen TuS Lichterfelde. Aber: Die Playoffs haben ihre eigenen Gesetze. Die Metropol Baskets wissen das aus eigener Erfahrung. Und mit diesem Wissen und dem Glauben an die eigene Stärke geht es nach Berlin.