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Liebert MuensterDen Metropol Baskets Ruhr droht in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) beim Kampf um den letzten Playoff-Platz der Hauptrundengruppe 1 ein Rechenschieber-Finale. Das Kooperationsteam von ETB SW Essen und Citybasket Recklinghausen ging am drittletzten Spieltag mit einem 16-Punkte-Polster ins so wichtige Spiel beim UBC/SCM Baskets Münsterland  und verlor das Spiel in Münster exakt mit diesen 16 Punkten. Das 68:84 (39:47) hält der Ruhrgebiet-Auswahl zwar noch alle Chancen auf dem Weg ins Playoff-Achtelfinale offen. Aber es geht nun um jeden einzelnen Korbpunkt.

Die Konstellation in der Nordwest-Gruppe hat sich noch verschärft, weil die Baskets Akademie Weser-Ems völlig überraschend Tabellenführer Giants Düsseldorf mit 77:71 stürzte und nun selbst wieder eine echte Playoff-Chance besitzt. Am letzten Spieltag treten die Metropol Baskets Ruhr in Oldenburg an – eine Reihe von Konstellationen ist möglich. Die einfachste Metropol-Variante: Zwei Siege aus den letzten zwei Spielen und die Playoffs sind sicher. Aber selbst eine Niederlage der Metropol Baskets in Oldenburg mit weniger als 12 Punkten könnte  noch zum Weiterkommen reichen – nur gingen diese Rechenspiele schon am Sonntag in Münster nicht auf.

Denn das von Frank Müller gecoachte UBC-Team überrollte die stark ersatzgeschwächten Metropol Baskets im ersten Viertel förmlich. Das Polster vom 75:59-Hinspielsieg in Recklinghausen war nach wenigen Minuten aufgebraucht. Angeführt vom Ex-Metropol-Akteur Migel Wessel aus Marl  spielten sich die Münsteraner in einen Rausch. 34:12 hieß es nach zehn Minuten – 22 Punkte Unterschied. Es sah nach einem Debakel für die Metropol Baskets aus. Doch Philipp Stachula und Pit Lüschper fanden die richtigen Worte, um den Hebel im Team umzulegen. Punkt für Punkte verringerte der Gast den hohen Rückstand, beim 47:39 zur Halbzeit hatten die Metropol Baskets in der Addition von Hin- und Rückspiel wieder die Nase vorn.

Doch diese gute Ausgangsposition machte sich das Stachula-Team wieder selbst zunichte. In der zweiten Halbzeit schwankte der Rückstand zwischen 14 und 18 Punkten, zwischen Himmel und Hölle für die Ruhrgebiets-Auswahl. Beim 64:55 nach drei Vierteln sah es gut aus, doch kurz vor Schluss war die Begegnung an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Obwohl Metropol in den letzten 15 Sekunden Ballbesitz hatte; Münsters Spielmacher Funk ausgefoult war und Metropol sich den Direktvergleich hätte holen können, ging der Schuss fast noch nach hinten los. Münster bekam letztlich noch die Chance zum 18-Punkte-Sieg, vergab aber den freien Korbleger. So blieb es am Ende beim 84:68 und in Addition beider Spiele – wichtig für den direkten Vergleich – beim 143:143. Sollten Münster und Metropol die Saison punktgleich beenden, zählt zwischen diesen beiden nun die Korbdifferenz aller Spiele. Aber: Auch Oldenburg kann noch gleichziehen, so dass es einen Dreiervergleich geben könnte. Noch hat Metropol einen Sieg Vorsprung vor Oldenburg und Münster, zwei Spieltage stehen noch aus.

Metropol-Co-Trainer Pit Lüschper war nach der Begegnung sauer: „Wir haben in Stresssituationen wieder die gleichen Fehler gemacht wie am Anfang der Saison. Das war schon enttäuschend für uns.“ Die Metropol-Spieler trafen auf dem Feld die falschen Entscheidungen, so dass am Ende kein besseres Resultat möglich war. Lob gab es aber auch, zum Beispiel für die gute Leistung von Robin Danes oder den Spielaufbau der beiden Youngster Kaprolat/Liebert. Nun kommt am kommenden Sonntag der alte und neue Spitzenreiter Young Rasta Dragons Vechta/Quakenbrück in die Essener Helmholtzhalle. Eine mehr als schwere Aufgabe für Metropol, das zudem abhängig ist von den Duellen Leverkusen-Oldenburg und Düsseldorf-Münster, ehe es in 14 Tagen dann zum großen Finale in Oldenburg (gegen Metropol) und in Münster (gegen Leverkusen) kommt.

Metropol Baskets Ruhr:
Luca Michels, Patrick Liebert (9/2), Tidjane Sow, Finn Pause, Robin Danes (7), Till Hornscheidt (25/5), Lennard Kaprolat (13/1), Malte Thimm (4), Noah Wierig (7/1), Wesley Knaup, Fynn Dallinga,  Jan Philipp Wüllrich (3)