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Bredeck JBBLDie Pflicht mit Bravour erfüllt, die Kür folgt am kommenden Sonntag: Die Metropol Baskets Ruhr bezwangen am Sonntagmittag in der Essener Helmholtz-Halle die Phoenix Hagen Youngsters im vorletzten Vorrundenspiel der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) mit 77:60 (44:29). Damit schob sich das Kooperationsteam von ETB SW Essen und Citybasket Recklinghausen wieder am BBT Göttingen (54:79-Niederlage bei Spitzenreiter Giants Düsseldorf) auf Platz drei der Vorrundengruppe West vorbei. Am letzten Vorrundenspieltag können die Metropol Baskets mit einem Sieg bei Bayer Leverkusen noch an den Rheinländern auf Platz zwei vorrücken und stünden mit guten Aussichten auf die Playoffs in der Hauptrunde der U16-Bundesliga. Bei einer Niederlage in Leverkusen reicht es allerdings nur dann für den Hauptrunden-Einzug der besten 24 U16-Teams Deutschlands, wenn zeitgleich die RheinStars Köln in Göttingen Schützenhilfe leisten.

Die Brust der Metropol Baskets ist seit dem Sieg über Hagen am Sonntag noch breiter. Denn die Zuschauer in Essen-Rüttenscheid erlebten eine tadellose Leistung der Gastgeber, bei denen Aufbauspieler Valentin Bredeck ein umjubeltes Comeback feierte. Der Recklinghäuser, in der Saisonvorbereitung mit einem Handbruch der Pechvogel des Teams, war bei seiner persönlichen Saisonpremiere Dreh- und Angelpunkt der Metropol Baskets. 17 Punkte markierte Bredeck bereits bis zur Pause, am Ende waren es 21 Punkte und 7 Assists, ein Effektivitätswert von 28. Zusammen mit Topscorer Till Hornscheidt (30 Punkte in 23 Minuten, Effektivität 31) bildete Bredeck ein Traumduo, das sich perfekt ergänzte. Hornscheidt traf bis zum 44:29-Halbzeitstand vier von fünf Dreiern teilweise aus unglaublicher Distanz, Bredeck punktete mit starkem Zug zum Korb. 34 der 44 Metropol-Punkte gingen auf das Konto dieser beiden Aufbauspieler.

Doch es wäre zu kurz geschaut, den souveränen Erfolg der Metropol Baskets nur auf dieses Duo zu reduzieren. Sie waren nur die Anführer einer starken Mannschaft, die nach dem Seitenwechsel den Vorsprung souverän verwaltete und alle Hagener Konterversuche im Keim erstickte. Ein großartiges Spiel in der Defensive legte Tidjane Sow aufs Parkett. Der Essener löste die Aufgabe, den Hagener Topspieler Daniel Zdravevski an die Kette zu legen, fabelhaft. Hagens U16-Nationalspieler warf lediglich achtmal auf den Korb, erzielte nur vier Punkte aus dem Feld, zwei davon fast im Liegen. Wie ein Schatten verfolgte Sow den Phoenix-Ausnahmespieler und hatte maßgeblichen Anteil am Erfolg. So gewannen die Metropol Baskets auch das Reboundduell mit 49:38 für sich, obwohl Powerforward Jan Philipp Wüllrich krank nur in zivil auf der Bank saß und Zwei-Meter-Mann Jonas Thiehoff erst in Leverkusen sein Saisondebut feiern könnte. Wie beim Hinspielsieg in Hagen war Noah Wierig mit 10 Rebounds der Mann für die Abpraller, auch Nils Charfreitag brachte es auf acht Rebounds in zwölf Spielminuten – ein fantastischer Wert. Tidjane Sow sammelte sechs Rebounds ein. Erst in Halbzeit zwei eingewechselt lieferte der Dorstener Andreas Altekruse ein starkes Spiel mit sieben Punkten, drei Steals und einer Effektivität von 11 in zwölf Minuten. Alle zwölf Metropol-Akteure kamen zum Einsatz – einen Bruch im Spiel gab es zu keinem Zeitpunkt.

Das Trainerduo Philipp Stachula und Pit Lüschper sowie Teamassistent Nils Stachowiak strahlten nach dem wichtigen Heimsieg um die Wette. „Den Grundstein für diesen Erfolg haben wir in der ersten Januarwoche gelegt, als wir in den Schulferien täglich trainierten“, erklärte Stachula nach dem Match. Alle 21 Metropol-Akteure sind noch enger zusammengerückt und wollen am nächsten Sonntag in Leverkusen den Traum vom Hauptrunden-Einzug bei den bereits qualifizierten Leverkusenern aus eigener Kraft unter Dach und Fach bringen. Gut gerüstet sind sie: Seit dem Comeback von Valentin Bredeck befindet sich das Spielniveau auf einem höheren Level. Selbst die Playoffs der 16 besten Teams Deutschlands ist den Metropol Baskets Ruhr zuzutrauen. Sie halten diese Chance in den eigenen Händen.  

Metropol Baskets Ruhr:
Patrick Liebert (2), Tidjane Sow (2, 6 Reb.), Valentin Bredeck (21/1, 7 Assists), Robin Danes, Till Hornscheidt (30/5), Lennard Kaprolat (2), Andreas Altekruse (7), Malte Thimm (9), Noah Wierig (10 Reb.), Wesley Knaup (2), Dennis Ded und Nils Charfreitag (8 Reb.)