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Die Metropol Baskets Ruhr haben in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) nach drei Siegen in Serie beim BBT Göttingen mit 73:85 (49:46) verloren und in der Vorrundengruppe West den zweiten Tabellenplatz an die Niedersachsen verloren. Weil aber der Tabellenletzte Phoenix Hagen Youngsters seinen ersten Saisonsieg feierte und in Leverkusen (3. Niederlage in Folge) gewann, stehen hinter Spitzenreiter Düsseldorf drei Teams punktgleich mit vier Siegen und drei Niederlagen: BBT Göttingen, Bayer Leverkusen und Metropol Baskets Ruhr. Das eröffnet dem Kooperationsteam von ETB SW Essen und Citybasket Recklinghausen an den letzten drei Spieltagen der Vorrundengruppe West, mit zwei Siegen den Einzug in die Hauptrunde zu schaffen. Die kommende Aufgabe könnte aber schwerer nicht sein: Nächsten Sonntag geht es zu Spitzenreiter Giants Düsseldorf. Im neuen Jahr folgen dann die entscheidenden Spiele gegen Hagen und in Leverkusen.

In Göttingen hätten die Metropol Baskets mit einem Auswärtssieg schon einen großen Schritt Richtung Hauptrunde tun können. Nach anfänglichem Rückstand (27:15 für Göttingen) konnten die Gäste aufholen und bis zur ersten Viertelpause auf 29:24 verkürzen. Ihren besten Basketball spielten die Ruhgebietler dann in Viertel zwei. Angeführt vom überragenden Till Hornscheidt (24 Punkte in 14 Minuten Einsatzzeit in der ersten Hälfte, 6 Dreier bei neun Versuchen) drehten die Gäste die Partie, gingen ihrerseits mit 38:46 in Führung. Bis zur Pause schmolz der Metropol-Vorsprung auf 46:49. Doch die Probleme für das Team des Trainerduos Philipp Stachula und Pit Lüschper deuteten sich da bereits an. Auf der Centerposition kam am Sonntag zu wenig Entlastung, die Ehrfurcht vor Göttingens Tobias Perkovic (18 Punkte in 35 Spielminuten, 14 Rebounds, 2 Blocks) war zu groß, wie Lüschper feststellte.

Metropol verlor nach dem Wechsel dann auch komplett den Faden, geriet schnell in Rückstand und lief diesem bis zum Ende erfolglos hinterher. Bestnoten verdiente sich lediglich Patrick Liebert, der mit 18 Punkten zweitbester Werfer und effektivster Metropol-Spieler war. Till Hornscheidt nahm sich hingegen selbst aus dem Spiel, kassierte zwei technische Fouls und wurde disqualifiziert. Er hatte nur noch 11 Minuten in der zweiten Halbzeit mitspielen dürfen. Philipp Stachula war natürlich nicht glücklich, dass sein Topscorer in diesem wichtigen Spiel die Nerven verlor, hatte aber auch Verständnis für seinen 15-jährigen Leistungsträger: „Wenn wir in der gesamten zweiten Halbzeit ganze drei Foulpfiffe für uns, aber 19 gegen uns bekommen, dann zehrt das an den Nerven aller Beteiligten.“ Nicht weniger als 41 Freiwürfe bekam der Gastgeber zugesprochen, im Schnitt jede Minute einen Freiwurf. Die Metropol-Spieler durften in 40 Minuten zehn Mal an die Linie. Mit Foulhöchstzahl schieden neben Hornscheidt bei Metropol auch noch Dennis Ded und Tidjane Sow aus.

Letztlich war die dritte Saisonniederlage verdient, zweimal hat Göttingen die Metropol Baskets nun bezwungen. Die Ruhrgebiets-Auswahl ist auf Platz vier abgerutscht und muss nun versuchen, entweder Göttingen oder Leverkusen in der Tabelle noch abzufangen. Andernfalls geht es in der Relegationsrunde gegen den Abstieg aus der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL).  Doch daran verschwendet bei Metropol niemand einen Gedanken. Das Trainerduo gibt vor: „Wir werden diese Woche hart trainieren und suchen dann in Düsseldorf unsere Chance. Das Hinspiel im Essener Helmholtz-Gymnasium war lange ausgeglichen.“   

Metropol:
Luca Michels, Patrick Liebert (18/2), Tidjane Sow (2), Lennart Rieken, Andreas Altekruse (5/1), Till Hornscheidt (28/7), Lennard Kaprolat (2), Malte Thimm (3), Noah Wierig (6), Dennis Ded (4), Nils Charfreitag und Jan Philipp Wüllich (5)