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Lennard Kaprolat Aug 16Basketballer sprechen von einem „do-or-die“-Spiel: „gewinn oder scheide aus“ soll es heißen. Vor solch einem richtungsweisenden Match stehen die Metropol Baskets Ruhr in der Jugendbasketball-Bundesliga (JBBL) am kommenden Sonntag (4.12., 11 Uhr) in Göttingen. Gewinnt das Kooperationsteam von ETB SW Essen und Citybasket Recklinghausen in Niedersachsen, ist ihnen der Hauptrunden-Einzug und der vorzeitige Klassenerhalt kaum mehr zu nehmen. Verliert die Ruhrgebiets-Auswahl allerdings, ist der jüngst erklommene zweite Tabellenplatz in der JBBL-Gruppe West wieder futsch und Göttingen zöge an den Metropol Baskets Ruhr vorbei.

Unschön sind die Erinnerungen ans Hinspiel in der Vestischen Arena. Nach einem Fehlstart hatten die Metropol Baskets die BBT Göttingen eigentlich sicher im Griff und sahen im Schlussviertel lange wie der sichere Sieger aus. Doch in den letzten Minuten brachen alle Dämme und Göttingen landete einen 76:68-Auswärtssieg. Danach kassierten die Unistädter drei Niederlagen in Folge, erst am vergangenen Sonntag fanden sie beim Tabellenletzten Phoenix Hagen in die Erfolgsspur zurück.  Das 67:64 war hart umkämpft – allerdings gibt es in der U16-Bundesliga keine einfachen Spiele, zumindest nicht in der ausgeglichenen Gruppe West.

Die Metropol Baskets Ruhr treten am frühen Sonntagmorgen die weiteteste Auswärtstour der Vorrunde an. Im Gepäck ist das erklärte Ziel: Mit der Revanche fürs Hinspiel den nächsten großen Schritt Richtung Hauptrunde tun. Diese erreichen die besten 24 Mannschaften Deutschlands, die besten 16 kommen in die Playoffs. Nach dem goldenen November mit drei Siegen in drei Spielen ist die Zuversicht groß. Optimisten setzen gar auf einen Auswärtssieg mit 9 Punkten Differenz, denn dann fehlte den Metropol Baskets anschließend nur noch ein Sieg aus drei Spielen für den vorzeitigen Klassenerhalt.

Personell sieht es für das Trainerduo Philipp Stachula / Pit Lüschper wieder etwas besser aus, nachdem vor einer Woche das fast schon letzte Aufgebot den Heimsieg gegen Köln landete. Allerdings macht die Grippewelle den Coaches arg zu schaffen. Erst hatte es Pit Lüschper selbst erwischt, dann traf es einige Spieler. Doch wer am Ende auch immer nominiert wird: der 21-köpfige Metropol-Kader gewinnt oder verliert seine Spiele zusammen. Der Teamgeist kann in engen Spielen den Ausschlag über Sieg und Niederlage geben, über „do or die“. Nur 14 Spieler umfasst der Göttinger Kader, die Hauptlasten liegen auf den Schultern von Tobias Perkovic (20 Punkte und 9,5 Rebounds im Schnitt), Tim Ottjes (23 Punkte im Hinspiel), Bjarne Weski, Lennart Schultz und Henri Appold. Diese Schlüsselspieler muss die Metropol-Verteidigung kontrollieren, um in Göttingen bestehen zu können. Leverkusen und Düsseldorf haben vorgemacht, wie man beim BBT gewinnen kann. Die Metropol Baskets Ruhr wollen es ihnen am Sonntag nachtun.